Mysteria3000
Alternative und interdisziplinäre Archäologie im Fokus
ISSN 1619-5744 / 1619-5752 - Impressum - 03.09.2010
Mysteria3000 beschäftigt sich seit mittlerweile 10 Jahren mit den Themen der alternativen und interdisziplinären Archäologie. Neben PaläoSETI, Prä-Astronautik und moderner Atlantis-Forschung stehen spekulative Forschungsansätze im Mittelpunkt der kritischen Auseinandersetzung.
Dogon
Die Dogon sind eine afrikanische Volksgruppe, die in West-Afrika im Osten von Mali lebt und vermutlich ursprünglich aus Burkina Faso stammt. Das Volk der Dogon umfasst derzeit etwa 350.000 Menschen. Die Dogon leben heute am Westende der Hombori-Berge an den Felsen von Bandiagara, welche 1989 zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Die Dogon sind auch unter den Namen Dogo, Dogom, Habbe bzw. Habe, Kado bzw. Kaddo, Kibisi oder Tombo bekannt.
In der PaläoSETI-Forschung wurden die Dogon durch Spekulationen über ihr astronomisches Wissen bekannt und als wesentliches Indiz für extraterrestrische Besuche auf der Erde gehandelt. Den Ursprung dieser Deutung liegt beim englischen Autor Robert Temple, der 1977 sein Buch ‘Das Sirius Rätsel’ veröffentlichte, in dem er das Wissen der Dogon auf Außerirdische Einflüsse zurück führte. Basis seiner Überlegungen waren die Untersuchungen der französischen Ethnologen Marcel Griaule und Germaine Dieterlen, die bei den Dogon detaillierte Hinweise auf ein geheimes Wissen rund um das Sirius-System gefunden haben wollten.
Neuere Forschungen scheinen die Untersuchungen von Griaule und Dieterlen nicht zu bestätigen. Wenn man dem belgischen Ethnologen Walter von Beek Glauben schenkt, dann hat Griaule seine Befragungen methodisch fehlerhaft durchgeführt und das vermeintliche Wissen der Dogon suggestiv beeinflusst.
Literatur zum Thema
Däniken, Erich von (1977): Beweise. Lokaltermin in fünf Kontinenten. Econ-Verlag. Düsseldorf
Griaule, Marcel und G. Dieterlen (1965): Le Renard pâle. Paris
Griaule, Marcel (1966): Dieu d’eau, entretiens avec Ogotêmmeli. Paris
Prahl, Reinhard (): “Kannten die alten Ägypter Sirius B?”, in: Mysteria3000, Ausgabe 4 (4/2002).
im Internet: http://www.mysteria3000.de/wp/index.php/kannten-die-alten-agypter-sirius-b, Stand: 18. September 2007
Temple, Robert K.H. (1977): Das Sirius Rätsel. Frankfurt.
kritische Auseinandersetzung:
Beek, Walter van (1991): “Dogon Restudies. A Field Evaluation of the Work of Marcel Griaule”, in: Current Anthropology 32(2):139-167.
Herrmann, Dieter B. (1985): Rätsel um Sirius. Astronomische Bilder und Deutungen. Berlin
Pössel, Markus (2000): Phantastische Wissenschaft. Über Erich von Däniken und Johannes von Buttlar. Hamburg.
Richter, Klaus (2003): Das Sirius Rätsel. Was wissen die Dogon über Sirius A und B?
im Internet: http://www.gwup.org/themen/texte/praeastronautik/sirusraetsel.html, Stand: 18. September 2007
Unterberger, Gerald (1996): “Das Heilige Wissen der Dogon – Mythologie eines westafrikanischen Volkes in historisch-vergleichender Analyse”, in: Beiträge zur Afrikanistik, Band 55. Wien
Unterberger, Gerald (2001): “Die Kosmologie der Dogon – Die Mythik von der Himmelsstütze und dem Verkehrten Weltbaum in kulturgeschichtlichem Vergleich”, in: Beiträge zur Afrikanistik, Band 70. Wien 2001
Über den Autor
Markus Pezold
seit Jahren im PaläoSETI-Bereich engagiert, Verfasser einer Reihe von Artikeln, welche sich kritisch mit Indizien der PaläoSETI auseinandersetzen. Mitinitiator und Redaktionsmitglied von Mysteria3000.Weitere Artikel von Markus Pezold.
2 Kommentare
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Hallo Markus. Was mich etwas irritiert, ist folgendes: die Dogon sprechen ja nicht nur von sigulu tolo und po tolo, also Sirius A und B, sondern behaupten, es gäbe da noch einen weiteren Körper – Sirius C quasi. Wenn man sich nun das Ganze auf Google Space genauer ansehen möchte, hat man ein kleines Problem denn an der Stelle wo man eigentlich das Sirius-System sehen sollte, bekommt man nur etwas zu sehen das irgendwie wie ein ockerfarbenen “Aufkleber” aussieht und den Blick versperrt. Gibt es dafür eigentlich irgend eine Erklärung – außer, dass man eben NICHTS sehen soll?
interessierte Grüße…
Kommentar von nearwahna
Oh Mann, was für eine Frage – das Problem bei Google Sky und bei dem MS Pendant ist bekannt. Es scheint sich um ein Bild mit Maskierung zu handeln, da Sirius ja ein leuchtender Stern ist und in diesem Bild von Google die maskeriung akiv ist. Es bildete sich eine lächerliche Verschwörungstheorie deswegen im Netz, wohl aus Langeweile der Nerds. Sirius ist so hell, dass man die anderen Siriuse eh nicht sehen kann. Da diese Bilder in google nicht regelmäßig aktualisiert werden, wird es wohl noch einige Jahre dauern bis das Bild gegen einen hellen weissen Fleck eines überstrahlenden Stern ersetzt wird. Es gibt zahlreiche andere Bilder in weitwinkel in denen man sieht, dass der Stern sehr hell ist und sein UMfeld überstrahlt. Man verpasst also nix auf dem Google Foto.
Kommentar von Alan