Mysteria3000

Forum für alternative und interdisziplinäre Archäologie

ISSN 1619-5744 / 1619-5752 - Impressum - 09.09.2010

Mysteria3000 beschäftigt sich seit mittlerweile 10 Jahren mit den Themen der alternativen und interdisziplinären Archäologie. Neben PaläoSETI, Prä-Astronautik und moderner Atlantis-Forschung stehen spekulative Forschungsansätze im Mittelpunkt der kritischen Auseinandersetzung.

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Die moeglicherweise falschen Altersdatierungen der Wissenschaft (21 Beiträge)(3 Stimmen)

123

 

Wie bekannt, jongliert die Wissenschaft, explizide in der Geologie, Archaelogie und in der Evolutionslehre mit sehr hohen Alterszahlen.
Ich gehe davon aus, dass die Wissenschaften des 19. Jahrhunderts ein starres und langsames Welt- und Evolutionsbild indoktrinierten, das heutige Datierungsmethoden wie die Radiocarbon- Methode, immer wieder ergaenzt. Schon vor dieser Messmethode hatte man ohne Nachweis, das festgelegte Dogma von Charles Lyell uebernommen.
Die Radiocarbon ist auf den Lyellschen Uniformismus abgestimmt und misst den Isotopenzerfall von C nach diesem Weltbild. Ergo sind keine realen Datierungen moeglich, wenn sie auf groessere Zeitabstaende zurueckgehen.
Das heisst, dass man noch immer davon ausgeht, dass die Zusammensetzung der heutigen Atmosphaere immer gleichartig beschaffen war und ueber mio Jahre nie veraendernde Abweichungen vorkamen.
(Lyellismus pur)
Wenn man Artefakte nur 2000 Jahre rueckdatiert, moegen die Ergebnisse noch stimmen.
Was ist aber wenn es um Millionen oder nur 10.000 Jahre Rueckdatierung geht?
Waere da nicht einzuraeumen, dass sich die Atmosphaere zwischenzeitlich veraendert hat und die Datierungen darum falsch sind?
Palaeoseti-Mitglieder schliessen in vielen Faellen aus, dass diese Millionen Jahre Entwicklung in der Palaenontologie realistisch sind.
Sie beziehen sich zb. auf Glenrose, das Mantracks und Sauriertrittsiegel in selben Schichten zeigt und belegen, dass es zur Zeit der Saurier schon Menschen gab.
Dann sprechen die Steine von Ica oder die Julrudfunde auch fuer die Theorie der modernen Menschen zur Zeit der Saurier.
Das Vorkommen des Menschen, auch wenn es sich bei seinem Fussabdruck um eine Groesse 82 handelte, belegt, dass die Saurier nicht vor 60 Mio Jahren umkommen konnten.
Ausserdem sprechen die Knochenfunde in oberen Schichten, teilweise noch unversteinert und mit intakter Dna gegen diese Theorie.
Man sollte bedenken, dass es keinesfalls moeglich ist, dass Erosionen die Saurierknochen ueber die Werkzeuge des Homo Habilis verlagerten, da Saurierknochen generell in obersten Schichten gefunden werden, was heisst, dass die Saurier relativ spaet ausstarben.
Darum hat sich die Wissenschaft mit ihrer scheinbar zuverlaessigen Messmethode geirrt.
Wie Dr. Zillmer schon schreibt, muss sich vor wenigen 1000 Jahren eine Globalkatastrophe ereignet haben, die Atmosphaere und irdische Bedingungen rapide veraenderte.
Zillmer schreibt von anderen Druckverhaeltnissen. Ich eroertere noch andere Groessenverhaeltnisse der Erde.
Da es durch die Schuhgroesse 82 und den vielen alten Ueberlieferungen auch menschliche Riesen gab, scheint es so zu sein, dass die Erde vor der letzten Katastrophe groesser gewesen sein muss, langsamer rotierte und andere Druckverhaeltnisse hatte.
Vielleicht schrumpfte sie durch eine Orbitveraenderung?
Unsere Planetenforschung ist noch zu wenig ueber Massenzuwachs- und Verlust im Bilde, geschweige ueber die physikalischen Folgen einer Orbitveraenderung.
Dass sich Spezien genetisch an andere Umwelts-Verhaeltnisse anpassen, wird in der Entwicklungsgeschichte nie ausgelassen.
Dass sich Spezien zu anderen Spezien durch viel Zeit und fragwuerdigen Mutationen veraendern aber leider auch nicht.
Ich gehe davon aus, dass Darwinismus und Uniformismus manipulierte Lehren sind, die ohne ihre Millionen Jahre Entwicklung keine oberflaechliche Plausibilitaet verleihen koennten. Sie widersprechen der schnellen irdischen Evolution und erhalten damit ein paar sonst nicht aufrechtzuerhaltende Theorien.
Durch die Tiamatkatastrophe koennte es sich um eine allgemeine Orbitverschiebung der inneren Planeten gehandelt haben.
Darum moeglicherweise geringere Schwerkraft der Erde und des Mars in neuerer Zeit.
Wie viele Fotos auf dem Mars belegen, erodiert auf dem Mars wenig.
Dazu liegen seltsamerweise auch viele Artefakte ueber dem Sand und nicht darunter vergraben, was bei Mio Jahren und vielen Sandstuermen nicht der Fall waere.
Die Truemmer der Katastrophe auf dem Mars, zb verfallene Mauern, Bodenplatten, die in Wueste uebergehen, Ruinen, zerschellte Bildhauerarbeiten, kaputte Monumente, ecc. liegen nach wie vor frei auf dem Sand und wirken teilweise nicht sehr alt.
Sogar die Statue auf dem Mars scheint recht neu zu sein.
Darum stellt sich die Frage:
Wann fand die Katastrophe auf dem Mars wirklich statt?
Da die Wissenschaft dieses Thema nicht behandelt, aber ich es mit der Katastrophe im Sonnensystem verbinde, die den Tiamat zerstoerte, die Venus aus der Bahn riss und die Erde ebenso getroffen hat, kann man hier nur schaetzen, dass es erst wenige Tausend Jahre her sein kann.
Vermutlich nicht mehr als 20.000, wobei eine Globalkatastrophe immer weitere Nachwirkungen hat.
So war die letzte Katastrophe fuer Zillmer vor ca. 3000 Jahren, die groessere Sintflut verlagert er auf ca. 6000 Jahre vor unserer Zeit und moderne astronomische Berechnungen, wann die Pyramiden und andere Megalithe entstanden, kamen auf 12.000 Jahre. Evd bezog sich auf alte Tempel, die die Sonnenwende festhielten.
Es waere allmaehlich Zeit fuer die Wissenschaft zu einem beweglicheren Weltbild zu gelangen und herauszufinden, wann die irdische Atmosphaere mal anders beschaffen war, sodass man nicht immer in der Datierung abfehlt, wenn etwas laenger als ein paar 1000 Jahre zurueckliegt.
Auch der Darwinismus enthaelt fiktive und unrealistische Zahlen.
Laut moderner und unkonventioneller Wissenschaftler, die nicht nur geozentrisch forschen, geht die irdische Evolution immer schnell von statten und hat wenig mit dem Darwinistischen Ablauf zu tun.
Nach ihren Theorien werden Mikroorganismen, groessere Lebensformen, usw. in viele Sonnensysteme tranportiert und ihre Grundstrukturen entstanden extraterrial in einer Billionenjahre langen Evolution, die den gesamten Kosmos durch Expansion und Entwicklung betraf und von einem Parallelkosmos ausging. Es heisst sogar, dass die Dna billionen Jahre alt ist und auf keinen Fall auf der Erde erstmals vorkam.
Auch die neuen Gene, die fuer neue Artenbildungen benoetigt werden, werden nach jeder Globalkatastrophe zielgerichtet eingebracht, da es keine Abstammung durch Mutationen und viel Zeit geben kann.
Wer die unlogische Theorie aufrechterhaelt, dass der Mensch ohne vormenschliche Gene vom Affen zum Mensch wurde.... der sollte auch glauben, dass Christus auf dem Wasser laufen konnte, da genauso absurd.

#6931
ladyka
offline
Mitglied
1. Juli 2010, 12:04
 

ladyka schrieb

Auch der Darwinismus enthaelt fiktive und unrealistische Zahlen.
Laut moderner und unkonventioneller Wissenschaftler, die nicht nur geozentrisch forschen, geht die irdische Evolution immer schnell von statten und hat wenig mit dem Darwinistischen Ablauf zu tun.

Das ist kein Problem des Darwinismus, sondern merkwürdiger Weise der Interpretation von Daten. Obwohl aus Untersuchungen von Mutationen von Pflanzen am Rand von Bombenkratern im 2.Weltkrieg in England bekannt ist, dass Mutationen schnell durch Hitze und/oder Licht ausgelöst werden können, ist die Biologie bisher offenbar nicht auf die Idee gekommen, dass der Evolutionsmotor zwei Stufen hat. Die Selektion wirkt nur über lange Zeiträume anpassend, während die Mutation kurzfristig auf Änderungen der Umwelt reagiert. Wohlgemerkt, das ist keine Theorie, die erst bewiesen werden müsste, sondern nur die Interpretation bereits bekannter Fakten.

Nach ihren Theorien werden Mikroorganismen, groessere Lebensformen, usw. in viele Sonnensysteme tranportiert und ihre Grundstrukturen entstanden extraterrial in einer Billionenjahre langen Evolution, die den gesamten Kosmos durch Expansion und Entwicklung betraf und von einem Parallelkosmos ausging.

Aufgrund der Dimensionen des Universums ist es zwar denkbar, dass es sowohl eine Kette von Universen gibt, die sich nur durch ihre Grösse unterscheiden, als auch parallele Ketten, jedoch dürfte das nichts mit der Entstehung von Leben zu tun haben. Wenn aus sogenannter "toter Materie" Leben entstehen kann, dann muss Leben eine Materieeigenschaft sein. Das bedeutet aber, dass da, wo Materie ist, auch Leben ist, unabhängig davon, wie gross das entsprechende Universum ist und ob es unser oder ein paralleles Universum betrifft.
Peter Nowak

#6932
Peter Nowak
offline
Mitglied
1. Juli 2010, 10:44
 

ladyka schrieb:

Durch die Tiamatkatastrophe koennte es sich um eine allgemeine Orbitverschiebung der inneren Planeten gehandelt haben.

Wenn ich mich recht erinnere, ist es nach dem "Enuma Elish" eine Verschiebung der äusseren Planeten, was vielleicht durch die Bode'sche Reihe bestätigt wird, weil die Zahlen für die äusseren Planeten abweichen. Das müsste man mal an einem der neu entdeckten Planetensysteme überprüfen.
Peter Nowak

#6933
Peter Nowak
offline
Mitglied
1. Juli 2010, 10:54
 

ladyka schrieb:

Wann fand die Katastrophe auf dem Mars wirklich statt?

Das lässt sich ziemlich genau beantworten: ca 17500 v.Chr. im Rahmen des Krieges der Olympier mit den Titanen.
Peter Nowak

#6934
Peter Nowak
offline
Mitglied
1. Juli 2010, 11:00
 

Zum Darwinismus:

Georg von Breunig - mophogenetischer Masterplan

http://www.bourbaki.de

Für eine reformierte Äther-Theorie

Bernd Senf nach Wilhelm Reich

http://www.berndsenf.de

#6940
Lars
offline
Mitglied
1. Juli 2010, 07:17
 

Hallo Lars,
die oben angesproche Frage ist aber, wie die von Darwin richtig erkannten Mechanismen der Evolution: Selektion und Mutation, faktisch wirken. Die angesprochene lange Dauer von Evolutionsprozessen betrifft lediglich den Mechanismus der Selektion, während die Mutation kurzfristig auf Änderungen der Umwelt reagiert. Das wurde aber, soweit ich weiss, von den Biologen bisher nicht in dieser Tragweite erkannt.

Ob diese "reformierte Äther-Theorie" zutrifft, bezweifle ich, obwohl es durchaus alte Erklärungen gibt, die trotz ihrer heutigen Verwerfung zutreffen, etwa die Annahme des Phlogiston (bei jeder Verbrennung wird tatsächlich ein universeller Brennstoff freigesetzt, nämlich Wasserstoff!)
Ich betrachte die Dinge eher unter dem Blickwinklel der Dimensions-Lehre, weil das eigentlich dem Augenschein zugänglich ist und entspricht. Danach besteht
die 1.Dimension aus einem Punkt ohne Fläche,
die 2.Dimension aus einer Linie, der Verbindung von 2 solchen Punkten,
die 3.Dimension aus einer Fläche,
die 4.Dimension aus einem Körper,
die 5.Dimension aus einem (Welt-) Raum, in dem sich die Körper befinden,
die 6.Dimension aus der Zeit, der Bewegung,
die 7.Dimension aus der Transzendenz, aus der alles entstand.
Die Entstehung des Universums vollzog sich genau andersherum, von der 7. zur 1.Dimension. Interessant ist aber daran, dass die 7. und 1.Dimension offensichtlich wesensgleich (nicht: "identisch) sind:
beide sind unsichtbar, ein Punkt ohne Fläche ist nicht sichtbar, es handelt sich um die blosse Existenz, das Sein schlechthin und
beide beinhalten der Möglichkeit nach alle anderen Dimensionen in sich.
Sie unterscheiden sich nur durch ihre Grösse (wie übrigens, soweit ich mich erinnere, in Platons "Timaios" das Atom als das Kleinste und das Grösste dargestellt wird). Daraus leite ich die Möglichkeit einer Kette von Universen mit unterschiedlicher GRösse ab. Die Möglichkeit paralleler solcher Ketten ist dadurch natürlich nicht ausgeschlossen.
Peter Nowak

#6942
Peter Nowak
offline
Mitglied
2. Juli 2010, 11:25
 

Achso, noch vergessen:
Möglicherweise liegt darin der Grund für die Ähnlichkeit von Atomen mit Sonnensystemen.
Peter Nowak

#6943
Peter Nowak
offline
Mitglied
2. Juli 2010, 11:30
 

@Peter Nowak:

Zu den Dimensionen: Ich empfehle den Physiker Burkhard Heim.

Zum Äther:

Philipp Lenard: Erinnerungen eines Naturforschers: Kritische annotierte Ausgabe des Originaltyposkriptes von 1931/1943 (Gebundene Ausgabe)
von Arne Schirrmacher (Autor)

Kurzbeschreibung
Die Edition gibt anhand größtenteils unbekannter Originalquellen ein kritisches Bild des zweiten deutschen Nobelpreisträgers für Physik. Dazu werden die detailreichen Schilderungen, die Philipp Lenard zu seinem Lebensweg, aber auch zu den Physikern und den Laboratorien seiner Zeit gegeben hat, mit Quellen anderer Wissenschaftler und seinen eigenen Tagebuchaufzeichnungen konfrontiert und hinterfragt. Auf diese Weise entsteht ein differenziertes Bild nicht nur einer komplexen Wissenschaftlerpersönlichkeit sondern zugleich auch von den zahlreichen Problemen und Auseinandersetzungen der Physik im deutschen Kaiserreich und der Weimarer Republik. Jedem an der Physik Interessierten werden die Zusammenhänge von physikalischen Entdeckungen und persönlichen Charakteren, von Laboratoriumsausstattungen und wissenschaftstheoretischen Vorstellungen innerhalb politischer und persönlicher Auseinandersetzungen eine faszinierende Lektüre bereiten.
Über den Autor
Arne Schirrmacher, Dr. rer. nat., ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Münchner Zentrum für Wissenschafts- und Technikgeschichte am Deutschen Museum.

Gesammelte Werke / Wissenschaftliche Abhandlungen: BD IV (Taschenbuch)
von Philipp Lenard (Autor), Charlotte Schönbeck (Kommentator, Herausgeber)

Kurzbeschreibung
Im noch von Lenard selbst geplanten und mit Anmerkungen versehenen Band IV seiner Gesammelten Werke sind unter anderem seine Veröffentlichungen zur Relativitätstheorie enthalten, deren vehementer Gegner er bis zu seinem Tode 1947 geblieben war. Charlotte Schönbeck, die auch die kritische Kommentierung der Ausgabe besorgte, ist es zu verdanken, daß dieser abschließende Band jetzt noch erscheinen wird. Philipp Lenard (1862-1947), dessen hervorragende experimentelle Untersuchungen um die Jahrhundertwende wichtige Voraussetzungen für neue Wege in der Physik geschaffen hatten und dessen Erkenntnisse über Kathodenstrahlen 1905 mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurden, wandte sich bekanntermaßen ab den 1920er Jahren vehement gegen moderne physikalische Entwicklungen, insbesondere gegen die Relativitätstheorie. Dies wird besonders deutlich an seinen Aufsätzen zur Relativitätstheorie, die in dem vorliegenden Buch, dem 4. Band von Lenards Wissenschaftlichen Abhandlungen, zusammengestellt sind. Während die ersten drei Bände von 1942 bis 1944 erschienen sind, konnte der bereits von Lenard redigierte und mit handschriftlichen Ergänzungen versehene 4. Band der Abhandlungen wegen der Zeitumstände nicht mehr gedruckt werden. Das wird nun – mehr als 50 Jahre nach Lenards Tod – nachgeholt. Von den 15 Arbeiten dieses abschließenden Bandes bezeichnet Lenard 8 Veröffentlichungen als »Elektrische und optische Sonderuntersuchungen«, die 7 Abhandlungen zur Relativitätstheorie bezeichnet er als Untersuchungen zu »Äther, Energie und Gravitation«. Sie zeigen Lenards wissenschaftliche und politische Einstellung besonders deutlich, da er seine Kritik für diesen Band gegenüber den Originalarbeiten noch weiter zugespitzt und mit antisemitischen Bemerkungen versehen hatte. Als überzeugter Hitler-Anhänger glaubte er nun, die zunehmende Ablehnung seiner fest in der klassischen Physik wurzelnden Theorien durch die Kollegen dadurch erklären zu können, daß diese nicht erkennen wollten, daß die modernen physikalischen Theorien allein dem jüdischen Denken entsprungen seien und zur Erklärung der Natur gar nicht taugten. Dabei hatte er, um an dem für ihn unverzichtbaren Ätherbegriff – und damit einem absoluten Bezugssystem– festhalten zu können, immer neue, für seine Kollegen völlig unakzeptable ad-hoc-Hypothesen aufgestellt. Es ist die Geschichte eines doppelten Scheiterns: Lenard fand keinen Zugang zur modernen Physik. Seine Theorien wurden von den Kollegen nicht mehr ernst genommen, er geriet fachlich immer mehr in die Isolation. Er selbst sah die Ursache zeitlebens nicht darin, daß seine Theorien überholt waren, sondern nahm Zuflucht in einen haßerfüllten Antisemitismus und versuchte, durch Verbindungen mit dem nationalsozialistischen Regime Einfluß auf die Entwick-lung der Physik in Deutschland zu gewinnen, was ihm nur in den ersten Jahren des Dritten Reiches gelang. Die Verquickung von nationalsozialistischer Ideologie und Polemik mit wissenschaftlichen Gedankengängen macht es uns schwer, Lenards Tragik zu sehen: ein Wegbereiter der modernen Physik, der keinen Zugang zu neuen Paradigmen fand. Es ist das große Verdienst von Charlotte Schönbeck, dieses Werk nach jahrelanger Vorarbeit herausgegeben und es damit der Forschung zugänglich gemacht zu haben. Bewundernswert ist die Akribie, mit der sie die Gedankengänge Lenards nachvollzogen und für den Leser in erläuternden und kritischen Aufsätzen erhellt hat. Außerdem ist es ihr gelungen, unvoreingenommen, aber mit aller Deutlichkeit auch die persönliche Entwicklung des Autors nachzuzeichnen.

Das wissenschaftliche Lebenswerk des deutschen Physikers und Nobelpreisträgers Philipp Lenard (1862-1947) wurde von diesem in den Jahren 1942 - 1944 in einer vierbändigen Sammlung seiner Arbeiten zusammengestellt. Davon konnten jedoch bis Kriegsende nur die ersten drei Bände erscheinen. Eine nicht mehr zu erwarten gewesene Initiative hat nun dazu geführt, daß im Jahre 2003 in der von Lenard geplanten Zusammenstellung (jedoch von der Herausgeberin kommentiert) der vierte Band erscheinen konnte, der gerade auch die umstrittenen relativitätstheoriekritischen Beiträge Lenards unter dem Titel "Abhandlungen über Äther, Energie und Gravitation" enthält, die zumindest wissenschaftsgeschichtlich von großem Interesse sind. Die Herausgeberin Charlotte Schönbeck hat ihnen auch eine geschichtliche Erörterung vorangestellt, die trotz der 100-prozentig einsteinianischen Einstellung nicht nur relativ sachlich gehalten ist, sondern auch einige absolute Überraschungen aufzuweisen imstande ist.
Philipp Lenard ist heute als verbohrter Gelehrter, der aus antisemitischen Gründen eine wesentliche Neuerung der Physik abgelehnt hat, verfemt. Tatsächlich hatte er in sich in der Zeit der nationalsozialistischen Herrschaft sogar bei den Machthabern mit seinem verbissenen Kampf gegen die Einstein-Physik unbeliebt gemacht. Die Wahrheit ist jedoch um einiges vielschichtiger, und es ist der Herausgeberin zu danken, daß sie, die dem Kuhnschen Modell von der Ablösung wissenschaftlicher Paradigmen folgt, anstatt die Antisemitismus-Keule zu schwingen, dies auch zum Ausdruck bringt. So waren es zum ersten Lenards Arbeiten zum Kathodenstrahl, die ihm nicht nur 1905 den Nobelpreis einbrachten, sondern die erst die realphysikalischen Voraussetzungen schufen, auf denen dann ein Einstein seine theoretischen Behauptungen aufbauen konnte. Zum anderen stand Lenard zunächst der "Speziellen Relativitätstheorie" (1905) Einsteins (bzw. eigentlich seiner ersten Frau Mileva, die zumindest als Mitverfasserin, vermutlich jedoch als eigentliche Verfasserin der Abhandlung "Zur Elektrodynamik bewegter Körper" gelten muß (1), was Schönbeck jedoch nicht erwähnt) voll und ganz positiv gegenüber, da er sie mit seinem Äthermodell in Einklang zu bringen können glaubte. Und gegenüber der "Allgemeinen Relativitätstheorie" hatte er zwar kritische Einwände, lehnte sie jedoch nicht von vorneherein ab. Tatsächlich ist es ja erst die relativistische Deutung, die die zumeist auf Plagiaten beruhenden "Erkenntnisse" Einsteins zum Umsturz der "klassischen" neuzeitlichen Physik befähigten. Nicht der Antisemitismus machte Lenard zum Einstein-Gegner, sondern die Art und Weise wie versucht wurde, die Relativitätstheorie "durchzusetzen", führte ihm zum Antisemitismus. Wenn es jedoch unstatthaft und zumindest unwissenschaftlich ist, Einsteins Arbeiten deswegen abzulehnen weil dieser Jude war, ist es genauso unstatthaft die wissenschaftlichen Einwände gegen ihn deswegen zu ignorieren, weil sie entweder von Antisemiten stammen, oder - da man dies nun wirklich nicht von allen Einstein-Kritikern behaupten kann - weil sie gegen einen jüdischen Wissenschaftler vorgebracht werden. (2)

Folgt man der Darstellung Schönbecks so ergibt sich jedoch ein für Einstein nicht sonderlich vorteilhaftes Bild. So hatte Lenard für kurze Zeit einen engen Mitarbeiter Einsteins, Johann Jakob Laub, als Institutsassistenten und wollte mit ihm gemeinsam die Äthertheorie experimentell überprüfen - also durchaus eine Gelegenheit dieses Modell auch wissenschaftlich zu widerlegen. Doch Laub war damit nicht zufrieden und beschwerte sich bei Einstein. Und dieser verpaßte Lenard, den er noch kurz zuvor für "einen großen Meister seiner Zunft, ja ein Genie" (März 1910) hielt, nun wenig schmeichelhafte Etiketten "schief gewickelt", "infantil" (beides August 1910), "verrückt", "verdrehter Kerl, der Lenard", "Scheusal (alle November 1910), "Lenard und seine Genossen sind und bleiben abscheuliche Schweine" (August 1911). Zu diesen Zeitpunkten hatte Lenard noch kein Wort gegen Einstein geäußert.

Nach der Formulierung der "Allgemeinen Relativitätstheorie" durch das Relativistengenie Einstein, und nachdem die ersten Plagiate und Prioritätsverletzungen des ehemaligen Patentamtsmitarbeiters Dritter Klasse aufgeflogen waren, kamen Lenard die ersten Zweifel, vor allem was die dem "einfachen Verstand" widersprechende Raum- und Zeit-Auffassung der Relativisten betraf, und er verfaßte eine sehr sachliche Kritik "Über Relativitätsprinzip, Äther und Gravitation" (191 . Darin findet er es z.B. merkwürdig "daß gerade das verallgemeinerte Relativitätsprinzip, das mit besonderer Ausschließungskraft dem Äther gegenüberzustehen scheint, zu 'Raumkoordinaten' kommt, die diesem Prinzip wesentlich eigentümlich sind, die aber - der Variabilität ihrer Eigenschaften nach - sehr wohl als Bestimmungsstücke von Raumstücken erscheinen können, wonach man geradezu den Eindruck empfängt, als ob hier eben der ausgeschlossene Äther unter dem veränderten Namen 'Raum' von selber hier sich wieder gemeldet hätte." (S. 445) Tatsächlich erweckt heute bereits der Begriff Äther unverstä,ndiges Kopfschütteln - wie hat man jemals an so etwas glauben können? Aber Felder oder gar ein "gekrümmter Raum" sind natürlich keineswegs weniger absurd als ein Medium, in dem sich die elektromagnetischen Strahlen, also z. B. Licht, als Welle ausbreiten kann.

#6944
Lars
offline
Mitglied
2. Juli 2010, 02:55
 

Lieber Lars,
ich gehöre ja auch zu den Einstein-Kritikern, wenn mir auch seine Volkszugehörigkeit herzlich egal ist: gerichtet (hier im Sinne von beurteilt) wird ohne Ansehen der Person.
Dennoch sind natürlich die Raumkrümmung und der Welle - Teilchen (und Quanten-) Charakter des Lichts nachgewiesen. Letztere erklären sich logisch aus der spiralförmigen Bahn des Wellenteichens, was übrigens auf alle sogenannten "Wellen" zutrifft. Es handelt sich lediglich um die zweidimensionale (eigentlich natürlich dreidimensional) Betrachtung der spiralförmigen Bahn.
Peter Nowak

#6947
Peter Nowak
offline
Mitglied
4. Juli 2010, 10:08
 

ladyka schrieb

Auch der Darwinismus enthaelt fiktive und unrealistische Zahlen.
Laut moderner und unkonventioneller Wissenschaftler, die nicht nur geozentrisch forschen, geht die irdische Evolution immer schnell von statten und hat wenig mit dem Darwinistischen Ablauf zu tun.

Das ist kein Problem des Darwinismus, sondern merkwürdiger Weise der Interpretation von Daten. Obwohl aus Untersuchungen von Mutationen von Pflanzen am Rand von Bombenkratern im 2.Weltkrieg in England bekannt ist, dass Mutationen schnell durch Hitze und/oder Licht ausgelöst werden können, ist die Biologie bisher offenbar nicht auf die Idee gekommen, dass der Evolutionsmotor zwei Stufen hat. Die Selektion wirkt nur über lange Zeiträume anpassend, während die Mutation kurzfristig auf Änderungen der Umwelt reagiert. Wohlgemerkt, das ist keine Theorie, die erst bewiesen werden müsste, sondern nur die Interpretation bereits bekannter Fakten. Peter Novak

Mutationen werden in der wissenschaft nicht genau definiert. Man weiss, dass es sich um eine schaedigung des erbguts handelt, dazu aber werden alle fuer die palaeontologie zweckbezogenen optionen offengelassen, auch die sogenannte "positive mutation" die durch viel zeit eine art zu einer anderen veraendern soll. Dass dies genetisch nicht aufgeht, wird nicht beruecksichtigt.
Wie zoologisch erwiesen, gibt es keine genetische moeglichkeit, dass der mensch vom affen allein und natuerlich abstammen koennte, da sich affe und mensch, auch nicht durch gemeinsame vorfahren, vermehren koennen und weil mutanten (siehe maultier) selektiert und eliminiert werden.
Dass mutationen schnell ausgeloest und elimiert werden, ist ein biologischer vorgang.
Ladyka

Nach ihren Theorien werden Mikroorganismen, groessere Lebensformen, usw. in viele Sonnensysteme tranportiert und ihre Grundstrukturen entstanden extraterrial in einer Billionenjahre langen Evolution, die den gesamten Kosmos durch Expansion und Entwicklung betraf und von einem Parallelkosmos ausging.

Aufgrund der Dimensionen des Universums ist es zwar denkbar, dass es sowohl eine Kette von Universen gibt, die sich nur durch ihre Grösse unterscheiden, als auch parallele Ketten, jedoch dürfte das nichts mit der Entstehung von Leben zu tun haben. Wenn aus sogenannter "toter Materie" Leben entstehen kann, dann muss Leben eine Materieeigenschaft sein. Das bedeutet aber, dass da, wo Materie ist, auch Leben ist, unabhängig davon, wie gross das entsprechende Universum ist und ob es unser oder ein paralleles Universum betrifft. Peter Nowak

[/u]

Sie beziehen sich vermutlich auf den Versuch von Stan Miller, dem es im Labor gelungen sein solll, durch tote materie organische stoffe zu erzeugen und jener damit die ursuppe bewiesen haben will.
Mal unter uns gesagt:
Es koennte sich durch dieses experiment um die behauptung handeln, dass dna, zelle und organismen als anschlussprozesse enstanden, womit man diese konventionelle therorie belegt haben will.
Selbst wenn sich unter gewissen bedingungen organische stoffe aus anorganischen entwickeln, heisst es noch lange nicht, dass die dna oder die zelle daraus hervorgegangen sind.

ladyka schrieb:

Durch die Tiamatkatastrophe koennte es sich um eine allgemeine Orbitverschiebung der inneren Planeten gehandelt haben.

Wenn ich mich recht erinnere, ist es nach dem "Enuma Elish" eine Verschiebung der äusseren Planeten, was vielleicht durch die Bode'sche Reihe bestätigt wird, weil die Zahlen für die äusseren Planeten abweichen. Das müsste man mal an einem der neu entdeckten Planetensysteme überprüfen.
Peter Nowak

[u]

Die bodsche reihe zeigt auf, dass sich zwischen jupiter und mars ein planet befunden hat.
Wissenschaftler lehnen die theorie ab, mit der begruendung, dass der astroidenguertel zu wenig massereich sei.
Eine wenig plausible theorie in anbetracht der grossen gravitation des naechstliegenden jupiters.

ladyka schrieb:

Wann fand die Katastrophe auf dem Mars wirklich statt?

Das lässt sich ziemlich genau beantworten: ca 17500 v.Chr. im Rahmen des Krieges der Olympier mit den Titanen.
Peter Nowak

Danke fuer die info, ich ging von 20.000 jahren aus, womit das jetzt ca. hinkommt.
Wo kann ich darueber mehr lesen?

Hallo Lars,
die oben angesproche Frage ist aber, wie die von Darwin richtig erkannten Mechanismen der Evolution: Selektion und Mutation, faktisch wirken.

Wirken diese mechanismen nicht schon falsch weil sie anders ausgelegt werden, als sie in wirklichkeit haetten wirken koennen?

Die angesprochene lange Dauer von Evolutionsprozessen betrifft lediglich den Mechanismus der Selektion, während die Mutation kurzfristig auf Änderungen der Umwelt reagiert. Das wurde aber, soweit ich weiss, von den Biologen bisher nicht in dieser Tragweite erkannt.[/quote]

Ladyka:
Eine Frage dazu: Wie vertraegt sich die Mutations- und Selektionstheorie des Darwinismus mit den neuen genetischen Erkenntnissen?
Darwin kannte keine Genetik und auch die morphologischen Abstammungstheorien durch Fossilien beruecksichtigen keine.
Sind wir nicht den theorien des 19. jahrhunderts stecken geblieben und koennte es sein, dass die Evolution ganz anders verlief, als Darwin behauptet?
Zb. durch die Zugabe neuer Gene, die nach Globalkatastrophen neue Arten hervorbringen oder alte und neue Gene vermischen?
Rein genetisch muss der mensch menschliche vorfahren gehabt haben, da es schwer vorstellbar ist, dass aus einem Affenstammbaum allein eine genetisch intakte Menschenspezies hervorgehen kann. Gleich ist es bei allen anderen spezien, die nicht Ober- oder Unterarten der selben Gattungen sind.

Ob diese "reformierte Äther-Theorie" zutrifft, bezweifle ich, obwohl es durchaus alte Erklärungen gibt, die trotz ihrer heutigen Verwerfung zutreffen, etwa die Annahme des Phlogiston (bei jeder Verbrennung wird tatsächlich ein universeller Brennstoff freigesetzt, nämlich Wasserstoff!)
Ich betrachte die Dinge eher unter dem Blickwinklel der Dimensions-Lehre, weil das eigentlich dem Augenschein zugänglich ist und entspricht. Danach besteht
die 1.Dimension aus einem Punkt ohne Fläche,
die 2.Dimension aus einer Linie, der Verbindung von 2 solchen Punkten,
die 3.Dimension aus einer Fläche,
die 4.Dimension aus einem Körper,
die 5.Dimension aus einem (Welt-) Raum, in dem sich die Körper befinden,
die 6.Dimension aus der Zeit, der Bewegung,
die 7.Dimension aus der Transzendenz, aus der alles entstand.
Die Entstehung des Universums vollzog sich genau andersherum, von der 7. zur 1.Dimension. Interessant ist aber daran, dass die 7. und 1.Dimension offensichtlich wesensgleich (nicht: "identisch) sind:

Ladyka:
Sind diese Theorien urknallabhaengig?
Was halten sie von fortgeschrittenen Energie/Massetechnologien, sowie paralleluniversen, die den urknall unnoetig machen?
Wenn wir davon ausgehen, dass raum, zeit und materie durch die umgekehrte Relativitaetstheorie machbar sind, koennte es sich bei der raumentstehung um
eine energie/massetechnologie handeln, die wir natuerlich weder kennen noch beherrschen. Zitatende.

Sie unterscheiden sich nur durch ihre Grösse (wie übrigens, soweit ich mich erinnere, in Platons "Timaios" das Atom als das Kleinste und das Grösste dargestellt wird). [/quote]

Platon scheint aus uns nicht mehr zugreifbaren quellen gelernt zu haben und wusste, dass groessen und formen aus der sicht einer ueber uns liegenden dimension nicht existieren. Ladyka

Daraus leite ich die Möglichkeit einer Kette von Universen mit unterschiedlicher GRösse ab. Die Möglichkeit paralleler solcher Ketten ist dadurch natürlich nicht ausgeschlossen.
Peter Nowak

Die multiversentheorie ist sehr logisch und wird auch schon vereinzelt wissenschaftlich vertreten.
Ladyka

Achso, noch vergessen:
Möglicherweise liegt darin der Grund für die Ähnlichkeit von Atomen mit Sonnensystemen.
Peter Nowak

Moderne Wissenschaftler behaupten, dass die schwerkraftsverhaeltnisse zwischen elektronen und neutronen zum proton in den relationen die selben sind, wie die von grossen bahnsystemen.
Dennoch bleibt hier unerklaert, weshalb man es beim proton um eine mit unterschiedlicher ladung festgelegte kette handelt, bei einem fixstern aber um einen festen und einheitlichen koeper. Ladyka:

#6955
ladyka
offline
Mitglied
6. Juli 2010, 10:47

123

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