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	<title>Kommentare zu: Brezeln aus dem Weltraum &#8211; Was die alten Schriften sagen &#8230;</title>
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	<description>Magazin für alternative und interdisziplinäre Archäologie</description>
	<lastBuildDate>Thu, 12 Apr 2012 21:56:31 +0000</lastBuildDate>
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		<title>Von: O.D.</title>
		<link>http://www.mysteria3000.de/1999/brezeln-aus-dem-weltraum-was-die-alten-schriften-sagen/#comment-804</link>
		<dc:creator>O.D.</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Jun 2010 08:09:11 +0000</pubDate>
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		<description>Ich lese hier, dass der Koran Wolfram von Eschenbach als Vorlage gedient habe. Ich lese weiter, dass der Sohar nicht aus alter Zeit stammt, erst lange nach Entstehung des Parzival niedergeschrieben wurde. Ganz so einfach scheint die Sache aber nicht zu sein. Ein im Sohar genannter Alter der Tage (Manna-Maschine) spendete nicht nur Speisen wie der Gral bei Chretien und Wolfram, sondern wird nahezu mit den gleichen Worten beschrieben. Einige herausgegriffene Textbeispiele, die von Johannes und Peter Fiebag bei ihren Untersuchungen nicht herangezogen wurden, untermauern eindrucksvoll ihre These von einer Identität zwischen Gral und dem Alten der Tage. Im Sohar-Abschnitt “Die Schöpfermacht des Thorawortes” lesen wir:
“… In dieser Stunde empfängt der Alte der Tage den Duft des Wortes und hat an ihm mehr Wohlgefallen als an allem … Und das Wort schwebt auf und nieder.”
Verblüffende Parallelen hierzu finden sich in Wolfram Parzival (469,28-30 u. 470,1-13):
“Der Stein wird auch Gral genannt, es senkt sich heute eine Botschaft auf ihn herab und verleiht ihm größte Kraft … man wird sehen können, wie eine Taube aus dem Himmel herabschwebt, sie legt auf den Stein eine Oblate … der Stein empfängt alles Gute, was duftet auf Erden an Speisen und Trank. …”
Während sich bei Wolfram eine Botschaft auf den Gral herabsenkt, schwebt im Sohar das Wort “auf und nieder”. Bei Eschenbach wird der Gral empfänglich für alles, was auf Erden “duftet”, wohingegen im Sohar der Alte der Tage den “Duft des Wortes” empfängt. Die erwähnte Taube stand symbolisch für den Geist Gottes, den die Juden mit dem “Wort Gottes” gleichsetzten. Bei Wolfram wurden die jüdischen Symbole exakt übernommen und lediglich durch die entsprechenden abendländischen Vorstellungen ersetzt. Eine Feststellung, die auch für weitere Abschnitte des Parzival gilt (438,29-30 u. 439,1-5):
“Herrin, wovon lebt ihr denn? Sie sagt ihm: Mein Essen wird mir hergebracht vom Gral. Kundrie – sie selbst hat es bestimmt – bringt mir von dort zur rechten Zeit, und zwar nur an jedem Samstag-Abend, das Essen für die kommende Woche …”
Im Sohar-Kapitel “Vom Sabbath” heißt es hierzu:
“Warum wurde gerade am siebten Tag kein Manna gefunden? Weil an diesem all die sechs oberen Tage ihren Segen empfangen … Und deshalb wolle, wer auf der Stufe des treuen Glaubens stehe, eine Tafel bereiten und eine Mahlzeit richten in der Sabbath-Nacht, damit die Tafel gesegnet sei alle sechs Tage … denn daran hängt der Zusammenhang mit dem heiligen Alten der Tage …”
Im Sohar wird berichtet, dass der Alte der Tage nur am Samstag (Sabbath) keine Speisen spendete, weil er an jenem Tag angeblich das Manna für die kommende Woche empfing. In Erinnerung daran, um die Vorgänge rituell nachzuvollziehen, feierte man das Sabbath-Mahl und glaubte wie der “Alte der Tage” an diesem Tag die Speisen der kommenden Woche zu empfangen, was hier zunächst spirituell gemeint war. Genau hiervon ist auch im zitierten Abschnitt des Parsival die Rede. Dort erzählt Wolfram, dass Parzivals Cousine Sigune nur am Samstag-Abend, also am Sabbath, ihre Speisen für die kommende Woche vom Gral empfing. Eschenbach übernahm das Motiv des samstäglichen Speisempfangs für die kommende Woche und ersetze im Grunde nur den Begriff Alter der Tage durch den Namen “Gral”.
Aus der Bibel oder dem Koran stammen die Schilderungen Wolframs nachweisbar nicht. Im Alten Testament wird lediglich erwähnt, dass am Sabbath kein Manna gefunden wurde. Von einer Speisung der kommenden Woche findet sich in der Heiligen Schrift kein Wort. Eschenbach kann seine Informationen weder der Bibel, dem Koran noch anderen zugänglichen Büchern entnommen haben. Er muss jüdische Texte zur Verfügung gehabt haben, die von einer mystischen Speisung durch den Alten der Tage berichteten und in ähnlicher Weise in den Sohar einflossen, der zunächst mündlich weitergegeben wurde. Anders ließen sich die nahezu wörtlichen Übereinstimmungen zwischen dem Parzival und den zitierten Sohar-Texten nicht rational erklären.
Der Parzival ist förmlich gespickt mit Erzählungen über den Alten der Tage, die alle zu zitieren den Rahmen dieser Arbeit endgültig sprengen würde. So finden wir im Sohar-Kapitel “Das Stiftszelt – Salomo und Hiram” sogar das Vorbild für die berühmte Speisungsszene im Parzival (238,2-30 u. 239,1-13), die zu den Glanzpunkten der Literaturgeschichte gehört.
Eine interessante Spur des Alten der Tage ist bis in das Tarot-Kartenspiel zu verfolgen, das im Mittelalter entstand und neben anderen Einflüssen auch verschiedene Motive aus der Gralssage und der Kabbala aufgreift. So zeigt das As der Kelche im Wait-Tarot unverkennbar den Gralskelch mit einer Taube, die eine Hostie im Schnabel trägt. Ein Motiv, dem man auch in Wolframs Beschreibung des Gral begegnen kann (469,28-30 u. 470,1-13). Merkwürdigerweise jedoch hängen an dem Gefäß nach vier Seiten Schnüre herab, die eindeutig von Tautropfen umgeben sind. Offenbar wurde die Beschreibung des Alten der Tage mit der Schilderung des Grals verbunden, denn im Sohar ist unzweideutig davon die Rede, dass der “Alte der Tage” den Tau der Wüste sammelte und sich seine “Schnüre” nach vier Seiten teilten.
Die Schöpfer des Kartenmotivs, das zwischen 1905 und 1910 nach älteren Vorlagen entworfen wurde, wollten damit zum Ausdruck bringen, dass der Gral und der im Sohar beschriebene Alte der Tage miteinander identisch sind und diese Botschaft in Bildform an die Nachwelt weitergeben.
Der rätselhafte Alte der Tage war das Vorbild des mittelalterlichen Grals nach der Interpretation Wolframs und Chretiens. An dieser Feststellung führt kein Weg vorbei, es sei denn, man wollte bewusst überprüfbare Fakten leugnen und stichhaltige Beweise ignorieren. Wie aber kamen Texte in die Erzählung vom Gral, die nur (!) in der jüdischen Esoterik und nur (!) im Zusammenhang mit dem Alten der Tage existieren? Wolfram gibt hier eine plausible Antwort. Er macht deutlich, dass der Urtext der Gralsgeschichte, in alter Zeit von einem Israeliten namens Flegetanis verfasst, in Toledo augefunden wurde.
Hat Herr Magin jemals den Parzival oder den Sohar gelesen? Sicherlich nicht, zumal der Sohar nur zu einem winzigen Teil ins Deutsche übersetzt wurde. Im Sohar sind unzählige technische Beschreibungen zu finden. In Herrn Magins Artikel stimmt fast nichts. Die Schechina kann alles Mögliche sein. Im jüngsten Henoch-Buch wird sogar ein fliegender Feuerwagen als Schechina bezeichnet. Man müsste hier einen Aufsatz von 20 Seiten schreiben, um alle Irrtümer Herrn Magins aufzudecken.
Der Artikel ist eine einzige Ansammlung von Unsinn, Vorurteilen, Halbwahrheiten und Unkenntnis. Jeden einzelnen Punkt kann man leicht widerlegen. Ich würde Herrn Magin dringend raten, den Sohar und die verschiedenen Gralslegenden vorurteilslos zu lesen. Das hier ist Wissen aus zweiter oder dritter Hand.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich lese hier, dass der Koran Wolfram von Eschenbach als Vorlage gedient habe. Ich lese weiter, dass der Sohar nicht aus alter Zeit stammt, erst lange nach Entstehung des Parzival niedergeschrieben wurde. Ganz so einfach scheint die Sache aber nicht zu sein. Ein im Sohar genannter Alter der Tage (Manna-Maschine) spendete nicht nur Speisen wie der Gral bei Chretien und Wolfram, sondern wird nahezu mit den gleichen Worten beschrieben. Einige herausgegriffene Textbeispiele, die von Johannes und Peter Fiebag bei ihren Untersuchungen nicht herangezogen wurden, untermauern eindrucksvoll ihre These von einer Identität zwischen Gral und dem Alten der Tage. Im Sohar-Abschnitt “Die Schöpfermacht des Thorawortes” lesen wir:<br />
“… In dieser Stunde empfängt der Alte der Tage den Duft des Wortes und hat an ihm mehr Wohlgefallen als an allem … Und das Wort schwebt auf und nieder.”<br />
Verblüffende Parallelen hierzu finden sich in Wolfram Parzival (469,28-30 u. 470,1-13):<br />
“Der Stein wird auch Gral genannt, es senkt sich heute eine Botschaft auf ihn herab und verleiht ihm größte Kraft … man wird sehen können, wie eine Taube aus dem Himmel herabschwebt, sie legt auf den Stein eine Oblate … der Stein empfängt alles Gute, was duftet auf Erden an Speisen und Trank. …”<br />
Während sich bei Wolfram eine Botschaft auf den Gral herabsenkt, schwebt im Sohar das Wort “auf und nieder”. Bei Eschenbach wird der Gral empfänglich für alles, was auf Erden “duftet”, wohingegen im Sohar der Alte der Tage den “Duft des Wortes” empfängt. Die erwähnte Taube stand symbolisch für den Geist Gottes, den die Juden mit dem “Wort Gottes” gleichsetzten. Bei Wolfram wurden die jüdischen Symbole exakt übernommen und lediglich durch die entsprechenden abendländischen Vorstellungen ersetzt. Eine Feststellung, die auch für weitere Abschnitte des Parzival gilt (438,29-30 u. 439,1-5):<br />
“Herrin, wovon lebt ihr denn? Sie sagt ihm: Mein Essen wird mir hergebracht vom Gral. Kundrie – sie selbst hat es bestimmt – bringt mir von dort zur rechten Zeit, und zwar nur an jedem Samstag-Abend, das Essen für die kommende Woche …”<br />
Im Sohar-Kapitel “Vom Sabbath” heißt es hierzu:<br />
“Warum wurde gerade am siebten Tag kein Manna gefunden? Weil an diesem all die sechs oberen Tage ihren Segen empfangen … Und deshalb wolle, wer auf der Stufe des treuen Glaubens stehe, eine Tafel bereiten und eine Mahlzeit richten in der Sabbath-Nacht, damit die Tafel gesegnet sei alle sechs Tage … denn daran hängt der Zusammenhang mit dem heiligen Alten der Tage …”<br />
Im Sohar wird berichtet, dass der Alte der Tage nur am Samstag (Sabbath) keine Speisen spendete, weil er an jenem Tag angeblich das Manna für die kommende Woche empfing. In Erinnerung daran, um die Vorgänge rituell nachzuvollziehen, feierte man das Sabbath-Mahl und glaubte wie der “Alte der Tage” an diesem Tag die Speisen der kommenden Woche zu empfangen, was hier zunächst spirituell gemeint war. Genau hiervon ist auch im zitierten Abschnitt des Parsival die Rede. Dort erzählt Wolfram, dass Parzivals Cousine Sigune nur am Samstag-Abend, also am Sabbath, ihre Speisen für die kommende Woche vom Gral empfing. Eschenbach übernahm das Motiv des samstäglichen Speisempfangs für die kommende Woche und ersetze im Grunde nur den Begriff Alter der Tage durch den Namen “Gral”.<br />
Aus der Bibel oder dem Koran stammen die Schilderungen Wolframs nachweisbar nicht. Im Alten Testament wird lediglich erwähnt, dass am Sabbath kein Manna gefunden wurde. Von einer Speisung der kommenden Woche findet sich in der Heiligen Schrift kein Wort. Eschenbach kann seine Informationen weder der Bibel, dem Koran noch anderen zugänglichen Büchern entnommen haben. Er muss jüdische Texte zur Verfügung gehabt haben, die von einer mystischen Speisung durch den Alten der Tage berichteten und in ähnlicher Weise in den Sohar einflossen, der zunächst mündlich weitergegeben wurde. Anders ließen sich die nahezu wörtlichen Übereinstimmungen zwischen dem Parzival und den zitierten Sohar-Texten nicht rational erklären.<br />
Der Parzival ist förmlich gespickt mit Erzählungen über den Alten der Tage, die alle zu zitieren den Rahmen dieser Arbeit endgültig sprengen würde. So finden wir im Sohar-Kapitel “Das Stiftszelt – Salomo und Hiram” sogar das Vorbild für die berühmte Speisungsszene im Parzival (238,2-30 u. 239,1-13), die zu den Glanzpunkten der Literaturgeschichte gehört.<br />
Eine interessante Spur des Alten der Tage ist bis in das Tarot-Kartenspiel zu verfolgen, das im Mittelalter entstand und neben anderen Einflüssen auch verschiedene Motive aus der Gralssage und der Kabbala aufgreift. So zeigt das As der Kelche im Wait-Tarot unverkennbar den Gralskelch mit einer Taube, die eine Hostie im Schnabel trägt. Ein Motiv, dem man auch in Wolframs Beschreibung des Gral begegnen kann (469,28-30 u. 470,1-13). Merkwürdigerweise jedoch hängen an dem Gefäß nach vier Seiten Schnüre herab, die eindeutig von Tautropfen umgeben sind. Offenbar wurde die Beschreibung des Alten der Tage mit der Schilderung des Grals verbunden, denn im Sohar ist unzweideutig davon die Rede, dass der “Alte der Tage” den Tau der Wüste sammelte und sich seine “Schnüre” nach vier Seiten teilten.<br />
Die Schöpfer des Kartenmotivs, das zwischen 1905 und 1910 nach älteren Vorlagen entworfen wurde, wollten damit zum Ausdruck bringen, dass der Gral und der im Sohar beschriebene Alte der Tage miteinander identisch sind und diese Botschaft in Bildform an die Nachwelt weitergeben.<br />
Der rätselhafte Alte der Tage war das Vorbild des mittelalterlichen Grals nach der Interpretation Wolframs und Chretiens. An dieser Feststellung führt kein Weg vorbei, es sei denn, man wollte bewusst überprüfbare Fakten leugnen und stichhaltige Beweise ignorieren. Wie aber kamen Texte in die Erzählung vom Gral, die nur (!) in der jüdischen Esoterik und nur (!) im Zusammenhang mit dem Alten der Tage existieren? Wolfram gibt hier eine plausible Antwort. Er macht deutlich, dass der Urtext der Gralsgeschichte, in alter Zeit von einem Israeliten namens Flegetanis verfasst, in Toledo augefunden wurde.<br />
Hat Herr Magin jemals den Parzival oder den Sohar gelesen? Sicherlich nicht, zumal der Sohar nur zu einem winzigen Teil ins Deutsche übersetzt wurde. Im Sohar sind unzählige technische Beschreibungen zu finden. In Herrn Magins Artikel stimmt fast nichts. Die Schechina kann alles Mögliche sein. Im jüngsten Henoch-Buch wird sogar ein fliegender Feuerwagen als Schechina bezeichnet. Man müsste hier einen Aufsatz von 20 Seiten schreiben, um alle Irrtümer Herrn Magins aufzudecken.<br />
Der Artikel ist eine einzige Ansammlung von Unsinn, Vorurteilen, Halbwahrheiten und Unkenntnis. Jeden einzelnen Punkt kann man leicht widerlegen. Ich würde Herrn Magin dringend raten, den Sohar und die verschiedenen Gralslegenden vorurteilslos zu lesen. Das hier ist Wissen aus zweiter oder dritter Hand.</p>
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